Typen

Als "Typen" können wir Unterscheidungen auf gleicher Ebene bezeichnen, sie können auf vielfältige Weise getroffen werden, und in vielen Disziplinen wurden Typologien herausgearbeitet. Eine sehr grundlegende Unterscheidung ist die Unterscheidung zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen, nicht nur im Biologischen, in der Anfälligeit und der Ausprägung von Krankheiten, sondern auch in der psychologischen Herangehensweise.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten gibt es sehr viele Forschungen zu den Unterschieden zwischen den Geschlechtern. Wilber trägt dem Rechnung, indem er in sein integrales Modell neben den Quadranten oder Perspektiven, der Entwicklung in Stufen und Linien und den Bewusstseinszuständen auch Typen und Typologien einbaut.

Dabei geht es nicht um eine Unterscheidung im Sinne einer Hierarchie oder Holarchie, in denen es um höher und niedriger geht, um Über- und Unterordnung, sondern um das gleichwertige nebeneinander von Unterschieden (Heterarchie)

Männer und Frauen denken anders, empfinden anders und handeln anders, ohne dass das Eine besser wäre wie das Andere.

Forscher wie Carol Gilligan beschreiben die Unterschiede wie folgt:
Die männliche Logik tendiert zu Begriffen von Autonomie, Gerechtigkeit und Rechten, während die weibliche Logik mehr zu Begriffen von Beziehungen, Fürsorge und Verantwortung tendiert. Männer betonen das eigene Handeln, Frauen die Gemeinschaft. Männer verletzen Gefühle, um die Regeln zu retten, während Frauen dazu neigen, Regeln zu brechen, um Gefühle zu retten.

Das männliche Denken sucht mehr den Aufstieg und die Askese während das weibliche Denken mehr das Mitgefühl und die irdische Lebendigkeit betont.

Diese und noch viele andere Unterschiede beschreiben das "typisch Männliche" und das "typisch Weibliche", das sich in jedem konkreten Mann und in jeder konkreten Frau in unterschiedlichen Mischungen und Ausprägungen verkörpert.

In vielen Kulturen und Zeitaltern wurden Typologien entwickelt, die auf unterschiedliche, aber grundsätzlich gleichwertige Qualitäten hinweisen:

Alle möglichen Typologien können, sofern sie für eine bestimmte Fragestellung relevant sind, in einem integralen Modell berücksichtigt werden.

Elemente eines integralen Weltbildes:

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