Elemente eines integralen Weltbildes

Wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, habe ich mich neben der naturwissenschaftlichen Medizin auch noch mit anderen medizinischen, therapeutischen und spirituellen Bereichen auseinandergesetzt und biete einige Methoden an, die nicht zum schulmedizinischen Spektrum gehören. Ich habe mich dabei auf Methoden beschränkt, die sich über Jahrhunderte (Homöopathie) oder Jahrtausende (Akupunktur) bewährt haben oder mir aus anderen Gründen - meist, weil ich die Personen, die diese Methoden vertraten, aus anderen Kontexten kannte und schätzte - vertrauenswürdig erschienen sind.

Mein Interesse galt schon während des Studiums dem ganzen Menschen, und es war schwer für mich, nur von dem zu hören, was mess- und wägbar war, und einen Blick auf die materielle Komponente des Menschen bot, nichts aber von seinen Empfindungen und inneren Erfahrungen. Nur die erste der beiden Betrachtungsweisen galt und gilt als wissenschaftlich in einem engen wissenschaftstheoretischen Sinn.

Doch was ist mit dem Inneren, dem Befinden? Was ist mit den selbstregulatorischen Fähigkeiten eines Organismus, der eben nicht nur wie eine Maschine funktioniert? Was ist mit seiner Eingebundenheit in menschliche Bezüge, in seine Familie, sein weiteres soziales Umfeld, seine Kultur? Wie kann ich die Vorstellung eines "Qi", einer Lebensenergie, die alles durchdringt, hervorbringt und steuert, mit anderen Anschauungen in Einklang bringen? Wie sind die Erfahrungen von Meditierenden zu bewerten, wenn sie in andere Bewusstseinszustände gelangen, in denen sie Erfahrungen machen, die nicht mit unserem Alltagsbewusstsein in Einklang zu bringen sind?

Diese und ähnliche Fragen haben mich umgetrieben, als ich mich auf die Suche nach einer Struktur begab, die es mir erlauben würde, alle diese Bereiche zu ordnen und zu integrieren. Es hat sich herausgestellt, dass dies kein leichtes Unterfangen ist, denn teils streitet sich Wissenschaft und Philosophie seit Jahrtausenden, ob es einzelne Bereiche wie das Innere oder andererseits die äußere, physikalische Erscheinung überhaupt gibt, geschweige denn, wie beide und noch viele andere Sichtweisen in ein einheitliches System einzuordnen wären. Wir verdanken es Pionieren wie Ken Wilber, Rudolf Steiner und vielen anderen, auf deren Schultern sie stehen, dass so eine Integration möglich zu sein scheint.

Das hier vorgestellte System, das die verschiedenen Bereiche ordnet und in einen sinnvollen Bezug zueinander setzt, ist notwendigerweise komplex und vielschichtig. Dabei war es mir wichtig, dass kein Bereich ausgeklammert wird, der für das menschliche Erleben, aber ganz besonders auch für Krankheit und Heilung relevant und wichtig ist.

Auf den folgenden Seiten werde ich Ihnen die wesentlichen Elementen dieses integralen Weltbildes vorstellen.

Elemente eines integralen Weltbildes:

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